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Thema: mexiko

TEXT, Fr 9.05.2008

Entführt, verhaftet, angeklagt

Lydia Cacho Ribeiro schreibt in Mexiko gegen Kinderpornografie und Korruption an - und setzt dafür ihr Leben aufs Spiel. Ein Porträt für den STANDARD:


"Die Behörden haben tadellos gearbeitet": Dieser Stehsatz ist nach Kinderporno-Skandalen, Missbrauchsfällen und Vergewaltigungen auch in Mexiko beliebt. Lydia Cacho Ribeira (43), Preisträgerin des Unesco-Preises für Pressefreiheit 2008, hat ihn nie geglaubt - wie viele. Aber als eine der wenigen hat sie es nicht dabei belassen - und nachgebohrt. Seit sie im Jahr 2003 einen Kinderporno-Skandal in ihrer Heimatstadt, dem Badeort Cancún, aufgedeckt hat, hat sich ihr Leben in eine Hölle verwandelt: Sie wurde entführt, verhaftet, der üblen Nachrede angeklagt und verlor einen Prozess gegen die involvierten Politiker vor dem Obersten Gerichtshof. Sie lebt mit ständigen Morddrohungen gegen sich und ihre Familie ...

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