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Thema: wikileaks

TEXT, Do 16.12.2010

Der Cyber-Aufstand

Rache für Wikileaks. Auf Druck der USA sperrten Unternehmen den Zugang für die Plattform. Deren Unterstützer rächen sich im Internet - auch in Österreich. Von B. Mayerl, C. Milborn. NEWS Nr. 50/10 vom 16.12.2010

 

Es ist eine kleine Kurznachricht im Internet und zugleich der Höhepunkt der ersten globalen Cyber-Schlacht der Geschichte: "Derzeitiges Ziel: mastercard.com. Richtet eure Waffen ein. Feuer! Feuer! Feuer!", steht am 8. Dezember auf der Internetplattform Twitter zu lesen. Tausende WikiLeaks-Unterstützer lesen mit und setzen ein Programm in Gang, das seit Tagen im Internet kursiert. 9.000 Computer gleichzeitig rufen Hunderte Male pro Minute die Internetsite der Kreditkartenfirma Mastercard auf. Die Server halten dem Ansturm nur kurz stand. "Mastercard.com is down!", heißt es kurz später. Die Kreditkartenfirma ist weltweit, für Stunden, nicht erreichbar. Sie ist das prominenteste Opfer der "Operation Payback": einer Racheaktion von Netz-Aktivisten gegen alle, die WikiLeaks Steine in den Weg legen...

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TEXT, Do 9.12.2010

WikiLeaks: Ja dürfen die das denn?

Corinna Milborn über WikiLeaks und die Folgen. NEWS Nr. 49/10 vom 09.12.2010

 

WikiLeaks-Gründer Julian Assange ist in Haft. Doch die Internetplattform stellt weiter US-Depeschen ins Netz. Die Betroffenen, allen voran die USA, unternehmen alles, um den Fluss an geheimen Dokumenten zu stoppen. Doch erstens sitzt das Internet am längeren Ast: 1.005 Server spiegeln WikiLeaks bereits. Und zweitens verkennen sie den Medienwandel: Traditionelle Medien haben in den USA das Recht, geheime Dokumente zu veröffentlichen. Sie gehen damit mal mehr, mal weniger verantwortungsvoll um. Warum soll ein Internet-Medium weniger dazu legitimiert sein? Tatsächlich ist selbst in den USA nicht klar, welcher Strafbestand infrage käme - und wo der Unterschied zur "New York Times" liegt, die dieselben Dokumente druckt...

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